Aktuell - April 2012


Petition

In der Petition von 2010 baten Künstler, Veranstalter, Kulturvereine etc. den Bundtag um Überprüfung und Änderung der Satzungen und Durchführungsverordnungen der GEMA – mit Blick auf das Grundgesetzt, das Vereinsrecht und das Urheberrecht -  zu nachfolgenden Punkten: 

 - Genaue und für jeden verständliche Geschäftsbedingungen
 - Größtmögliche Transparenz
 - Änderung der Beitragberechnungsgrundlagen für Kleinveranstalter
 - Offenlegung und Vereinfachung der Berechnungsgrundlagen zur Auszahlung der Künstler-
   tantiemen,
 - Änderung der Inkasso-Modalitäten

Eine Kurzfassung der Begründung anbei! Nachdem die parlamentarische Überprüfung „fast abgeschlossen sei“, bitte ich im Namen aller Unterzeichner den Bundestag und den Rechtsausschuss zusätzlich um Überprüfung folgender strittiger konkreter Punkte und gegebenen Falls um Änderung bestehender Gesetze und Durchführungsverordnungen. 

 - Ist die so genannte „GEMA-Vermutung“ mit irgendeinem rechtsstaatlichen Gesetz vereinbar?

 - Nachdem die GEMA eine Datenbank mit GEMA-pflichtigen Werken veröffentlicht hat, bitten wir um Überprüfung, ob es rechtens ist, dass diese zur Berechnung von GEMA-Gebühren wichtige Informationsplattform von GEMA-Seite nicht anerkannt wird.

 - Sind der Verteilerschlüssel und das Pro-Verfahren für GEMA-Mitglieder mit irgendeinem rechtsstaatlichen Gesetz vereinbar?

 - Sind die eigenen Gesetze und Richtlinien der GEMA-Sozialkasse durch das Vereinsrecht gestützt und sind sie mit den Sozialgesetzen vereinbar?

 - Wird das Patent- und Markenamt seiner Aufgabe, als von der Regierung eingesetzte Überprüfungsinstanz gerecht?


Zur Begründung:

• Auf Grund der geplanten Tarif-Änderung der GEMA ab 2013 erhalten obige strittige Fragen wieder eine ganz neue Brisanz, da dadurch nicht nur die wirtschaftliche Existenz von Veranstaltern massiv gefährdet ist, sondern vor allen Dingen die deutschlandweite Lifekultur zum Erliegen kommen wird. Musiker und Komponisten des großen Heeres der „rechtlosen“ GEMA-Mitglieder, werden in ihrer Existenz gleichermaßen bedroht und die Lebensqualität des ganzen Volkes wird immer mehr eingeschränkt. Ehrenamtliche Tätigkeit und Vereinsleben sind massiv bedroht.

Bei genauer Durchsicht des ab 2013 geltenden Tarife U-V und des bereits eingeführten Tarif U-K stieß ich auf einige „Ungereimtheiten“ die mich veranlassen noch einmal eine Petition auf den Weg zu bringen. So stellte ich fest, dass der neue Tarif in Punkto „Geltungsbereich“ sehr irreführend ist und der Willkür in der Anwendung Tür und Tor öffnet! Diese Befürchtung begründet sich in der gängigen Praxis der GEMA, bestehende Möglichkeiten an Verwerter nicht weiter zu geben. Dies betrifft in erster Linie Tarif U-K, der bereits 2010 zum tragen kam und der finanzielle Erleichterungen für Konzertveranstalter bringt und die Auftrittsmöglichkeiten für Musiker erleichtert. Leider wird dieser, wie mir immer wieder berichtet wird, in vielen Fällen noch immer nicht angewandt.

• Mit Nachdruck bitten ich im Namen aller Unterzeichner, die Verteilerschlüssel und das Pro-Verfahren, das einem Pokerspiel gleichkommt, nach gesetzlichen Gesichtspunkten zu durchleuchten. Auf Grund der geplanten Tarif Änderungen der GEMA ab 2013 bekommt auch die Frage nach der Verwendung der Gelder eine ganz neue Dimension, da die Aufteilung der Tantiemen überhaupt nicht zur Debatte steht. Durch diese Änderung nimmt ein bereits bestehendes Missverhältnis geradezu „unmoralische“ Formen an.

• Was die „Gesetze“ der so genannten GEMA-Sozialkasse betreffen, so sind die verschiedenen § sehr widersprüchlich und die Durchführungsverordnung geben den Weg frei für persönliche Beurteilungen und werden dem Gleichheitsprinzip in keinster Weise gerecht.

Die letzten Tage wurde das Urteil im GEMA-Prozess gegen YouTube bekannt. Dies hat bereits eine Protestwelle ausgelöst. Im Grundsatz bin ich auch der Meinung, dass den  Urhebern, sprich ALLEN GEMA-Mitgliedern auf Grund des Urheberrechts auch im Internet das Recht zusteht für ihre Werke eine angemessene Vergütung zu erhalten oder dass sie die Veröffentlichung 'verbieten' können. Leider fehlt mir der Glaube, dass die GEMA in diesem Falle ihrer Aufgabe gerecht wird und sich für ALLE ihrer Mitglieder einsetzt! Und auch hier ist der Gesetzgeber gefragt!

• Der GEMA wurde durch die „GEMA-Vermutung“ ein juristischer Freibrief erteilt. Andererseits finden Sie auf der GEMA-Internetseite unklare, rechtlich geradezu absurde Veröffentlichungen, die offensichtlich dazu dienen, den Nutzer, Musiker wie Veranstalter, irre zu leiten, wie die GEMA-Datenbank: https://online.gema.de/werke/  

Erweiterte Begründung Petition

Begründung zum obigen Petitionsantrag an den Deutschen Bundestag

Die Verwertungsgesellschaft GEMA, wirtschaftlicher Verein Kraft staatlicher Verleihung, mit einem 'selbsternannten' Monopol, sieht sich in der Rolle, im Namen der Regierung Hüter und Wächter über das Urheberrecht zu sein und 'alleinig' für dessen Durchsetzung Sorge tragen zu können.

Mit dieser Petition bitten Künstler und Veranstalter aus der gesamten Bundesrepublik, die Bundesregierung, sich dieses Problemes anzunehmen. Das Ziel dieser Petition ist nicht die Abschaffung der GEMA, denn alle Antragsteller sind sich einig, dass geistiges Gut schützenswert ist und die Künstler zu ihrem Recht kommen sollen. Leider werden die GEMA-GESETZE weder der Musik im Allgemeinen und schon gar nicht der großen Mehrheit ihrer eigenen Mitglieder gerecht.
Deshalb bitten Künstler und Veranstalter um die Überprüfung der 'GEMA-Gesetze', 'GEMA-Richtlinien' und  'GEMA-Durchführungsverordnungen' auf ihre rechtsstaatliche und demokratische Richtigkeit und ob die Praktiken mit unserem Grundgesetz vereinbar sind.

1 - Wir bitten um Überprüfung ob es rechtens sein kann, nur auf Grund einer 'Vermutung' Gebühren zu erheben? Ob die GEMA Veranstalter dazu verpflichten kann auch urheberrechtlich ungeschütztes Material zu melden, an eine Verwertungsgesellschaft, die ausschließlich ihren Mitgliedern und den Mitglieder angeschlossener Verwertungsgesellschaften verpflichtet ist.  Und obliegt nicht vielmehr der GEMA die Aufgabe, den Beweis für eine 'Straftat' zu erbringen.

2 - Wir bitten um Überprüfung ob es rechtens sein kann, dass bei öffentlichen Veranstaltungen zur Gebührenerhebung andere Kriterien zu Grunde gelegt werden, als die tatsächlichen Einnahmen. Wenn dieser Sachverhalt geklärt wäre würden sich aus Sicht der Veranstalter sämtliche Sonderregelungen und Sonderverträge erübrigen.

Wenn man unser Steuerrecht betrachtet, so kann man feststellen, dass nur Gewinne als Besteuerungsgrundlagen oder bei Verbrauchssteuern der Erwerb einer entsprechenden Ware zu Grunde gelegt wird. Wir bitten um Überprüfung ob ein solches Modell nicht auch in Sachen GEMA anwendbar wäre.

3 - Ich bitte um Überprüfung  ob das Urhebergesetz die GEMA dazu berechtigt, bei einem Konzert, bei dem nur ein durch sie geschütztes Werk zur Aufführung kommt, den gleichen Gebührensatz wie für ein gesamtes Konzert mit GEMA geschützten Werken zu berechen.

4 - Ich bitte um Überprüfung ob Vereinseigene Durchführungsverordnungen und Inkasso-Modalitäten nicht eine untergeordnete Rolle spielen, wenn rechtsstaatliche Verordnungen und Gepflogenheiten unterlaufen werden. Wenn ich richtig informiert bin gibt es z.B. im Arbeitsrecht, im Mietsrecht u.a. gesetzliche Grundlagen die allgemeine Gültigkeit haben.

5 - Im Auftrag zahlreicher GEMA-Mitglieder bitte ich um Überprüfung, ob es für das GEMA-eigene, so genannte 'Pro-Verfahren', als Berechnungsgrundlage von Künstler-Tantiemen eine gesetzliche Grundlage gibt.

6 - Im Namen von zahlreichen GEMA-Mitgliedern bitte ich um Überprüfung, ob das deutsche Vereinsrecht erlaubt, dass ein Großteil der Vereinsmitglieder 'de fac-to' von der Mitbestimmung ausgeschlossen wird? Die von 59.862 Mitgliedern berufenen 34 Delegierten, gegenüber 3036 stimmberechtigten Mitgliedern, ha-ben schon rein rechnerisch keinerlei Möglichkeiten, irgendwelche Änderungen zu bewirken.

Ich bitte, im Namen aller Petitionsantragsteller, dass sich die Juristen des Bundesta-ges mit dieser Problematik befassen und Sorge tragen, dass rechtliche Grundlagen geschaffen werden, die für die GEMA als Verein bindende Gültigkeit haben. Wir bitten, dass zu den Punkten:

 - Geschäftsbedingungen
 - Transparenz
 - Berechnungsgrundlagen
 - Inkasso-Modalitäten

nach dem Gleichheitsprinzip für jeden verständliche Rahmenbedingungen geschaffen werden, die rechtsstaatlichen und demokratischen Gesichtspunkten entsprechen.  

Offener Brief in Sachen Gema

Diese Mail erhalten alle, deren Mail-Adressen von mir gesammelt wurde - alle die der Kultur-Werkstatt Angebote geschickt haben und alle die regelmäßig oder sporadisch Mails von mit erhalten. Sollten Sie diese Mail von mir öfters erhalten, so bitte ich dies zu entschuldigen. Bitte nehmen Sie sich ein wenig Zeit für ein wichtiges Thema das uns ALLE betrifft. Es geht um unsere Lebensqualität und noch schwerwiegender um Existenzen die massiv gefährdet sind.

Liebe Freunde der Kultur-Werkstatt,
liebe Musiker und Musikschaffende, Kulturschaffende und Kulturinteressierte,
sehr geehrte Politikerinnen und Politiker, Journalistinnen und Journalisten,

die neuesten Meldungen aus der GEMA-Zentrale sorgen für einen deutschlandweiten Aufschrei bei Veranstaltern JEGLICHER ART. Ab 2013 wird die GEMA ihren 'Tarifwust' auslichten. Dies geschieht, wie könnte man es anders erwarten, in erster Linie zu Wohle der GEMA!!! Wie ich in Erfahrung brachte, gibt es bereits eine Petition von einem Veranstalter, die ich Ihnen Allen ans Herz legen möchte. Nach neuesten Erkenntnissen können die im  Internet geleisteten Unterschriften beim Petitionsausschuss nicht anerkannt werden. Es besteht jedoch die Möglichkeit der handschriftlichen Unterzeichnung. Weitere Informationen: www.kultur-retten.de.

Bei genauer Durchsicht des ab 2013 geltenden Tarife U-V und des bereits eingeführten Tarif U-K stieß auch ich auf einige 'Ungereimtheiten' die mich veranlassen noch einmal eine Petition auf den Weg zu bringen. So stellte ich fest, dass der neue Tarif in Punkto 'Geltungsbereich' sehr irreführend ist und der Willkür in der Anwendung Tür und Tor öffnet! Diese Befürchtung begründet sich in der gängigen Praxis der GEMA, bestehende Möglichkeiten an Verwerter nicht weiter zu geben. Dies betrifft in erster Linie Tarif U-K, der bereits 2010 bestand  und der finanzielle Erleichterungen für Konzertveranstalter bringt und die Auftrittsmöglichkeiten für Musiker erleichtert. Leider wird dieser, wie mir immer wieder berichtet wird, in vielen Fällen noch immer nicht angewandt.

Die letzten Tage wurde das Urteil im GEMA-Prozess gegen YouTube bekannt. Dies hat bereits eine Protestwelle ausgelöst. Im Grundsatz bin ich auch der Meinung, dass den  Urhebern, sprich ALLEN GEMA-Mitgliedern auf Grund des Urheberrechts auch im Internet das Recht zusteht für ihre Werke eine angemessene Vergütung zu erhalten oder dass sie die Veröffentlichung 'verbieten' können. Leider fehlt mir der Glaube, dass die GEMA in diesem Falle ihrer Aufgabe gerecht wird und sich für ALLE ihrer Mitglieder einsetzt! Und auch hier ist der Gesetzgeber gefragt!

Dies sind die zentralen Themen der neuen Petition. Vielleicht erinnert sich noch der eine oder andere an die Petition, die ich 2009 auf den Weg brachte und die über 110000 Mitzeichner fand. Der Petitionsausschuss beschloss bei der Anhörung, dass sich Bundestag und der Rechtsausschuss mit dieser Petition beschäftigen solle.  SEIT DIESER ZEIT BEFINDET SICH DIESE PETITION IN DER PARLAMENTARISCHEN ÜBERPRÜFUNG! Wie mir mitgeteilt wurde, will sich der Bundestag nun anscheinend noch vor der Sommerpause damit beschäftigen. Ein Grund mehr nochmals 'aktiv' zu werden.

Wenn es Sie interessiert, im Anhang finden Sie noch einmal der Wortlaut von 2009:  https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=4517 und hier ein link nach Berlin zum Petitionsausschuss:
http://webtv.bundestag.de/iptv/player/macros/_v_f_514_de/bttv/od_player.html?singleton=true&content=619858 (GEMA-Petition nach 1:27:20 Stunde)

Die Erfahrungen  mit meiner ersten Petition veranlasste mich die IKID  (Interessengemeinschaft Kultur in Deutschland) zu gründen. Anders wie die Piratenpartei war und ist mein Bestreben, die etablierten Parteien, unpolitisch-politisch zum Handeln zu bringen indem wir unser im Grundgesetz verankertes Bürgerrecht gebrauchen. Wir ALLE haben das recht unseren Politikern zu sagen, wo der Schuh drückt. Wenn viele von uns die Stimme erheben, MÜSSEN wir von der Politik wahrgenommen und vor allem ernst genommen  werden. Das Bestreben kann und darf nicht sein die Politik zu behindern, das Ziel muss sein mit der Politik in den Dialog zu treten.

Erinnern Sie sich noch an die Zeit, in der die 'Grünen' sich zusammenschlossen und die Politiker geradezu gezwungen haben sich mit den Themen Umwelt zu beschäftigen. DAS WAR EFFEKTIVE UNPOLITISCHE POLITIK!!!! 

Das Problem GEMA zeigt ganz deutlich, dass viele Politiker, neben den zugegeben drückenden wirtschaftlichen Problemen, die Menschen aus dem Blick verloren haben und eine Justiz, die sich einseitig informiert, die sich in Verordnungen verstrickt und die Gesetze aus dem Blick verliert ist, um es plakativ zu machen, unser gesellschaftlicher Ruin. Bitte nehmen Sie sich etwas Zeit und besuchen Sie unsere IKID-Seite und vor allem werden sie Mitglied!

Und wer es etwas 'unterhaltsamer' liebt, hier meine 'science fiction version': http://www.ikid-d.de/
Im Anhang erhalten Sie den Entwurf der neuen Petition, den ich mit gleicher Post beim Petitionsausschuss einreiche und bitte beachten Sie die Internet-Seite des Bundestages, wo hoffentlich bald die Unterzeichnung möglich sein wird.

Und zu guter Letzt geben Sie diese Mail an ALLE weiter, die Sie kennen. Werden Sie solidarisch die Kultur zählt auf SIE

Lieben Gruß
Monika Bestle  

Apokalypse in der deutschen Kulturlandschaft

„2013“ – Ein GEMA-Thriller
Apokalypse der deutschen Kulturlandschaft – science fiction -

Das Monster Internet bedroht die GEMA. Darum sinnt der GEMA-Geheimbund auf Abhilfe. Findige Juristen kommen ihm zu Hilfe. Das Justizministerium ist dankbar für die gute Zusammenarbeit und die Fachkompetenz der GEMA-Leute. Eine saubere Lösung wird in akribischer juristischer Feinarbeit gefunden. Was fordert die Kulturszene?! – TRANSPARENZ – das kann sie haben. So werden 8 „marode“ Tarife auf 2 Tarife zusammengestrichen – Gleiches Recht für Alle! Was will das Volk mehr?! Alle Veranstalter werden der Gerechtigkeit halber, mehr oder weniger, gleich behandelt. Jeder Veranstalter bezahlt ab „2013“ nach dem gleichen Berechnungsmodus – Raumgröße & Eintrittsgelder! Musik, GEMA-pflichtig oder nicht interessiert nicht, schließlich gibt es ja die „GEMA-Vermutung“, ein Freibrief von höchstrichterlichen Gnaden und schließlich vertritt die GEMA ca. 60.000 Mitglieder und mehr als 2 Millionen Komponisten und Texter weltweit, da gibt es sicher für jedes Musikstück einen Komponisten!!!!! Viel Lob aus den eigenen „kleinen Reihen“ und das Patent- und Markenamt??? Kein Problem da sitzen ja unsere Freunde!!!

Vier junge Musiker, frisch von der Musikhochschule, mit Auszeichnungen und Stipendium für eine Zusatzausbildung in New York in der Tasche, Yaah!!! Mit Elan geht’s ans Werk. Wo gibt es Auftrittsmöglichkeiten?? Das Internet ist sehr hilfreich, Veranstalter gibt es ja jede Menge – kleine und große. E-Mail, ja das ist das Zauberwort. So wird eine Vielzahl von Veranstaltern angeschrieben in der Hoffnung auf Rückruf. Das wird sicher klappen, schließlich haben wir ja etwas vorzuweisen. Das Warten beginnt! Dann erinnern sie sich an das gute alte Telefon. Kleinkunstverein …. – Tut uns leid, dieses Jahr geht nichts mehr, melden Sie sich doch wieder, wenn Sie bekannt geworden sind! Kulturamt …: Tut uns leid, unser Etat ist erschöpft Kleinkunstbühne …. : GEMA-pflichtig??? Entweder die lebenden Komponisten werden aus dem Programm genommen oder ihr übernehmt die Kosten selbst!

Damit uns ja nichts schief geht, lasst uns den „sozialen Aspekt“ noch deutlich herausstellen! Das Thema Jugend hat immer noch einen hohen Stellenwert im Volk. Eine Sonderregelung für „Jugendarbeit“ macht sich immer gut und beruhigt auch die Politik. Aber wenn wir schon nichts dabei verdienen können, so sollen auch die Veranstalter nichts verdienen. Deshalb dürfen das nur Ehrenamtliche sein. Die ernten dann zum Lohn ja die Lorbeeren und die Jugendlichen können froh sein, wenn sie angehört werden.

Der Fußballclub trifft sich zur Jahreshauptversammlung. Die gute Vereinsarbeit wird betont, einige Aktivisten werden mit einem Orden belohnt. Der Vorstand trägt den Kassenbericht vor und berichtet von den erfolgreichen Aktionen im letzten Jahr. Besonders stolz ist der Verein auf seine Jugendarbeit. Neben dem Vereinstraining konnte die Jugend wieder ins Sommertrainingslager und ein Skiwochenende in den Bergen stärkt die gute Gemeinschaft. Einstimmig wird beschlossen auch 2013 soll sich nichts ändern. Dann, wie alle Jahre das gleiche Resultat, das Geld ist knapp! Jugendarbeit ist teuer. Sponsoren sind nicht in Sicht! So werden wie in den vergangenen Jahren Vereinsfeste geplant! Ein Faschingsball in der großen Stadthalle. Es soll sich ja lohnen! Die Ehefrauen werden verdonnert eine Gulaschkanone vorzubereiten. Der Vorstand wird wieder die Getränke verkaufen. Der Kassenwart ist Mitglied der Blaskapelle, also auch die Unterhaltung ist gesichert! Mit Eifer geht man an die Planung: der Saal wird gemietet, die Stadt hat die Miete Gott sei Dank nicht erhöht. Der Kassenwart wird beauftragt bei der GEMA anzurufen! EIN NEUER TARIF!!! Die Vorkalkulation ergibt: Der Raum ist zu groß, der Eintritt zu hoch und von den gesamten Einnahmen für die Bewirtung verlangt die GEMA auch noch Gebühren – Resultat die Veranstaltung wird gestrichen!!! Neben dem Fußballclub haben für 2013 auch die Wasserwacht, der DLRG und die Lebenshilfe ihre Vereinsbälle gekänzelt!!!!

Vielleicht gibt es im Land doch noch einige Menschen, die sich genauer mit unseren „Neuerungen“ auseinander setzen. Vielleicht sollten wir nicht zu hoch pokern! Wir sollten vielleicht doch aufpassen, dass nicht wieder so ein Aufschrei durchs Volk geht wie damals mit unserer „Kindergartenaktion“. Wir können ja, für alle Fälle immer noch die Härtefallregelung aus dem Hut zaubern! Und der „GEMA-Geheimbund“ ist zufrieden und segnet diese „Notfalllösung“ ab.

Agentur „Ganz groß“: Wir vertreten ja unsere deutschlandweit bekannten Musiker – die Festivalsaison beginnt, gehen wir es an! Die Traditionellen Veranstalter werden kontaktiert – Tut uns leid, dieses Jahr gibt es keine Festgagen, das Risiko ist uns zu groß! Tut uns leid, dieses Jahr fällt das Festival aus – das Wetterrisiko und die GEMA…. Dann eben nicht, wir haben ja noch unsere Großen Veranstaltungshäuser: Tut uns leid, zu hohe Gagenforderung, zu wenig Besucher und die GEMA…. Tut uns leid, wir haben wegen der zu hohen Abgaben, KSK, Ausländersteuer und die GEMA unseren Laden bereits geschlossen.

• Wo gehen wir heute hin? Ich habe heute echt keinen Bock auf die hundertste Castingshow in der Glotze und die Facebook-Party-Crew ist bereit für ein paar reale Erlebnisse! Erste Station: Live-Band im Juze – Oh hier isses aber ruhig… (Zettel)Sorry Leute, aufgrund fehlender Mittel und gestiegener GEMA-Abgaben können wir uns leider keine großen Bands mehr leisten. Sorry! Hmmm. Doof. Wär ne geile Band gewesen…

Also doch in den angesagten Club in die nächste Stadt. Was'n heut los? Die haben den Eintritt runtergesetzt. Kost jetz nur noch 2 Euro! Is ja geil! Das finden andere auch. Mann isses hier eng! Da kann sich ja keiner mehr bewegen. Komm gehen wir in den großen Dancefloor! Was ist denn dass?? Geschlossen!!?? Laut neuem GEMA-Tarif müssen wir nach Raumgröße bezahlen. Aus diesem Grund wurde unser großer Floor geschlossen! Dafür bezahlt ihr ja auch weniger Eintritt! Ja toll! Bei denen hakts doch wohl! Und dafür fahren wir dann noch 30 km und bezahlen noch den teuren Sprit!? Sauerei! Na dann bleibt immer noch die Stammkneipe ums Eck… (Zettel) Heute Leersaufen, wir haben ab nächster Woche geschlossen, die Zeiten werden härter, da können wir nicht mehr mithalten. Danke für Eure jahrelange Treue… Was kam nochmal auf ProSieben…?

• Der Vorstand des Kulturvereines ruft seinen Vorstand und seine Mitglieder zu einer Krisensitzung zusammen. Das Interesse der Vereinsmitglieder ist erstaunlich groß, man ist gespannt, was so dringend ansteht. Der Vorstand verliest gleich zu Beginn und ohne Umschweife ein Schreiben der GEMA, in dem in freudigem Ton die neuen Tarife ab 2013 vorgestellt werden. Betroffenes Schweigen und Bestürzung macht sich breit. Jedem ist schlagartig klar, dass es dem Aushängeschild des Vereines, dem größten musikalischen Highlight der ganzen Region an den Kragen geht. Das über die Grenzen bekannte Jazz-Festival steht auf dem Spiel. Musiker aus der ganzen Welt haben in der Vergangenheit die Region besucht. Die Kleinstadt wurde für eine Woche zum großen Musiksaal! Ein kulturelles und gesellschaftliches Ereignis! Hektisch werden alle Kneipen, Säle, Kirchenräume und Plätze vermessen – die Hochrechnung ergibt utopische Zahlen – AUS und vorbei 2013!

GEMA-Experten zerstreuen die Bedenken einiger GEMA-Mitglieder. Uns kann gar nichts passieren wir haben ja mit den politischen Parteien, den Länderregierungen, dem Städtebund, Kirchen und Sozialverbänden, einigen wichtigen Banken und Wirtschaftsverbänden um nur einige zu nennen, gute Sonderverträge ausgehandelt. Unsere neuen Tarife machen diese Verträge für unsere Freunde noch interessanter – Je höher die GEMA-Gebühren umso höher der prozentuale Geldvorteil für die Verwerter! Auch alle noch so kleinen Vereine und Verbände geben uns Sicherheit! Besonders stolz sind wir auf unsere Vertragspartner:

den Deutschen Pudel-Klub e.V.
den Verband der Brieftaubenliebhaber e.V.
den Verband der Deutschen Gebirgs- und Wandervereine e.V.
dem Deutschen Gehörlosen-Bund e.V. und nicht zu letzt
dem Verband der Urheber-Rechtenutzer e.V.

Natürlich würde es nicht schaden, wenn wir weitere Vertragspartner gewinnen könnten. In Deutschland gibt es derzeit ca. 14.000 Verbände und über 2.870.000 Vereine. Ein Potential, dass wir unbedingt nützen sollten. Wir schlagen deshalb vor, weitere Mitarbeiter einzustellen, denen wir diese Aufgabe übertragen könnten. Vielleicht könnten wir für diesen Arbeitsbereich, der ja der allgemeinen Kostenreduzierung dient, einige GEMA-Kritiker gewinnen. So würden wir zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Großer Beifall vom kleinen GEMA-Geheimbund.

Die Irische Folkgruppe, die kubanische Salsagruppe, die brasilianische Latingruppe, die britische Heavy Metal Band, das Afrobeat Orchestra aus New York ein russisches Underground Ensemble, eine finnische Liederrmacherin und ein australischer Liedermacher, eine afrikanische Trommler Gruppe und viele andere mehr bereiten ihre neue Deutschland-Tournee vor, ihre Fans warten bereits! Die Anfragen an die Veranstalter ergeben Erschreckendes: Die großen Hallen sind bereits geschlossen. So werden kleine Veranstalter, die bis dato nicht in Frage kamen kontaktiert. Die ernüchternde Ausbeute: Von 10 Engagements – verteilt über die ganze Republik verlangen vier Veranstalter dass die Gruppe die GEMA-Kosten übernimmt – zwei müssen absagen wegen zu geringer Besucherzahlen – zwei bestehen auf einem extrem niedrigen Eintrittsgeld und zwei Veranstaltungen muss die Gruppe streichen, da die Fahrkosten, Leihwagen und Benzin den finanziellen Rahmen sprengen. Vergeblich warten die Fans auf Ihre Stars!!!!

Unsere Bemühungen, den richtigen Dreh mit dem Internet zu finden damit Brüssel nicht auf uns aufmerksam wird, erfordert doch noch einige juristisch Spitzfindigkeiten. Uns läuft aber die Zeit davon wir müssen mit Einbusen rechnen. Das zweite Problem sind die Konzertveranstaltungen. Auf Grund des großen Drucks durch eine unselige Petition haben wir den Tarif für Konzertveranstalter geändert. Unser Versuch, dies möglichst unter dem Deckel zu halten wird von den Veranstaltern und Musikern unterlaufen. Auch hier wird uns das Internet zum Verhängnis. Deshalb würde ich vorschlagen, massiv neue Mitglieder zu werben. Wie die Vergangenheit gezeigt hat sind gerade die „Zufallskomponisten“ die regionalen Komponisten und die jungen noch Unbekannten für unsere Kasse von großem Vorteil. Die Rechnung geht auf: Sie bezahlen einen kleinen Mitgliedsbeitrag und die Veranstalter sind uns sicher! Wie der Volksmund sagt: „Kleinvieh macht auch Mist!“ Daneben möchte ich noch auf eine kleine Besonderheit hinweisen, im neuen Tarif U-V ab 2013 haben wir eine klitzekleine Sicherheit eingebaut, die uns ermöglicht auch Konzerte nach unserem Gutdünken zu berechnen. Und ganz wichtig wir dürfen NICHTS an den Tantiemenberechnungen ändern!!!! Kopfnicken und Beifall von dem kleinen GEMA-Geheimbund.

Es wird still in Deutschland Ende 2013 schließen Zahlreiche staatliche Musikhochschulen und Musikakademien wegen Schülermangel – die Mehrzahl der Lehrkräfte gehen in den vorzeitigen Ruhestand. Ein Heer von Musikern wird arbeitslos und beantragt Hartz 4 Das Sozialministerium wird hellhörig und ist beunruhigt! Musikgeschäfte schließen, Yamaha hifi und Steinway schließen ihre deutschen Niederlassungen. Firmen für Veranstaltungs- und Bühnentechnik, Hersteller von Beleuchtungs- und Beschallungsanlagen, große Discotheken und Großveranstalter melden Insolvenz an. Das Wirtschaftsministerium ist alarmiert! Das Volk ist frustriert und beginnt unruhig zu werden!

Still, Still, Still, still weil die GEMA es so will…  

 

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